Achtung Grenze!

Die 4ten Klassen setzten GrenzenIMG_2161

Achtung Grenze! – Gewalt beginnt, wo Grenzen überschritten werden

Zusammen mit der Jugendsozialarbeiterin des Sonderpädagogischen Förderzentrums, Katharina Bruns und unserer Frau Meyer erlebten die Schülerinnen und Schüler der 4ten Klassen je zwei spannende Workshop-Tage rund um das Thema Gewalt.

Am ersten Tag ging es vor allem darum, Grenzen wahrzunehmen und Grenzen setzen zu können. Bei einer Gefühlsreise und dem anschließenden Pantomimespiel wurde den Kindern nahegebracht, sich ihren Gefühlen und Emotionen bewusst zu werden, diese ernst zu nehmen und ihnen auch zu vertrauen.  Um sie zu ermutigen, auch im Ernstfall NEIN zu sagen und Grenzen zu setzten, haben sie ein lautes und ernst gemeintes STOPP geübt. Durch anschließende Rollenspiele wurden die verschiedenen Gewaltformen „körperliche, seelische und sexuelle Gewalt“ thematisiert. Viel Spaß hatten alle beim fairen Kämpfen mit den Wutkeulen.IMG_2121

Der zweite Tag stand ganz unter dem Motto “Mein Körper gehört mir!“. Dazu befassten sich die Kinder zunächst mit der korrekten Benennung der verschiedenen Körperteile. Im Anschluss daran wurden sie darin bestärkt, dass nur sie alleine entscheiden, wer sie wo anfassen darf. Aufgeteilt in einer Jungs- und Mädchengruppe wurden die Themen Pubertät, Liebe und Sexualität altersgemäß besprochen. Dabei konnten die Kinder in vertrauter Atmosphäre Fragen stellen. Zurück im Klassenverband wurde dann das Thema sexueller Missbrauch anhand von animierten Kurzfilmen  besprochen. Da ein sexueller Übergriff von den Tätern oft als „ unser Geheimnis“ verschleiert wird, fand zuerst eine Übung zur Unterscheidung von schönen und schlechten Geheimnissen statt. Sich Hilfe zu holen ist schließlich kein Petzen sondeIMG_1956rn erfordert viel Mut von betroffenen Kindern.

Zur Erinnerung an die beiden Tage haben die Schülerinnen und Schüler Infomaterial bekommen. Außerdem hängen die zwei Plakate, die im Workshop zu den Themen „NEIN sagen“ und „Was tun bei Gewalt?“ entstanden sind, in den Klassenzimmern.

Das Programm „Achtung Grenze!“ wurde vom Kinderschutzbund Nürnberg e.V. entwickelt. Frau Meyer und Frau Bruns sind speziell dafür geschult, um das Präventionsangebot in den Schulen durchzuführen.